Wie ich plötzlich auf Tinder landete

„NIEMALS“ „Wie kann sie nur,ich meine mal ehrlich, wie kann man nur? Ich würde ja niemals tindern.“ „Die wollen da doch eh alle nur das Eine!“ – Meine Worte, bis vor 2 Wochen. Aber nach zahlreichen (mehr oder weniger erfolgreichen)Date Stories von Freunden, diversen Podcastfolgen und mit einem gekränkten Ego ging ich die Sache dann doch an. Irgendwas muss ja dran sein, und außerdem habe ich mal Lust auf ein bisschen… Aufregung.

Es war eine Sache von 2 Minuten. Die beste Freundin angerufen, schnell zum Penny gegenüber gerannt, eine Flasche viel zu preiswerten Weißwein gekauft, geöffnet und es konnte los gehen. Der erste Swipe nach links. Der nächste und der darauf folgende auch. Schon etwas verurteilend, vielleicht ist er ja nett?  Nach dem ersten Glas Wein dann er erste Wisch nach rechts. „It’s a Match!“  Wow. Das ging schnell. Irgendwie aufregend. Schreibt er? Schreibe ich? Meldet sich überhaupt irgendwer bei irgendwem, irgendwann? Nach einer halben Stunde hatten wir uns so richtig eingewischt. Es macht Spaß, es kribbelt im Bauch, es fühlt sich neu und aufregend an. Die Angst, dass mich auch jemand verurteilen könnte, ist längst vergessen.

Ich fühlte mich wie ein Teenager, der gerade zum ersten Mal auf Facebook Freundschaftsanfragen versendet, in der Hoffnung, sie werden auch angenommen. Eigentlich wollte ich es nie tun, diese heikle App nie installieren. Aber warum? – Einfach aus Prinzip. Hört sich einfach blöd an –  dachte ich. Wie erkläre ich das denn? Ich hab den über Tinder kennengelernt? Aber das ist ja eigentlich gar nicht mehr schlimm. Was früher die verrückten Dates nach viel zu betrunkenen Parties waren, sind jetzt eben die Tinder Dates. Und mal ehrlich, wer lernt sich denn heute noch an der Supermarktkasse oder auf dem Markt kennen? Weder meine Eltern, noch meine Großeltern haben irgendeine super romantische Kitsch-Kennlernstory. Ich frage mich: Denken wie zu viel an Märchen, Teeniekomödien aus dem Jahr 2005? Oder an die Texte aus kitschigen Liebesliedern?

Ich gab Tinder eine Chance, und verwarf das Ganze nach guten zwei Wochen wieder. Zu viel, zu oberflächlich, irgendwann geht doch der Reiz verloren, wie bei einem Kleinkind, das gerade ein neues Spielzeug bekommen hat. Irgendwann hört das Kribbeln auf und irgendwann wird es wie eine noch nicht geöffnete WhatsApp Nachricht von einer Freundin, der man eigentlich schon vorgestern hätte antworten sollen.

Ich glaube die meisten Tinder Dates verlaufen zu sehr nach Schema F – Wir treffen uns in einer Bar, trinken 1, 2 Bier – Was machst du so? Woher kommst du? Was schaust du gerade auf Netflix? Lieber Hund oder Katze? Ach, wie witzig. Oder auch nicht.

Blind-Dating ist anstrengend, das hat mir diese Zeit gezeigt und wenn es irgendwann zu einer Beschäftigung aus reiner Langeweile wird, dann sollten wir uns wirklich überlegen, ob wir das Richtige tun. Ob es nicht vielleicht einfacher wäre, einfach zu Aldi zu gehen. Vielleicht sollten wir uns trauen mal wieder Blickkontakt zu suchen. Zu flirten, ins Gespräch zu kommen, ohne vorher 2 Stunden vor dem Kleiderschrank gesessen zu haben, um zu sehen, welches Oberteil besser zu meinem Lippenstift passt und ob man die Haare offen oder doch lieber im Zopf tragen soll.

Fotos: Lena Gessner / https://aufknopfdruck.pixieset.com/

Frauenpower Podcasts – aber nicht nur für Frauen

Ich dachte immer, Podcasts seien nichts für mich. Irgendwelchen wildfremden Menschen 20 Minuten beim Reden über irgendein beliebiges Thema zuhören. Was bringt mir das? Was ist der Sinn dahinter? Warum wird das Ganze so gefeiert? Um ehrlich zu sein, verstehe ich den Hype um die ganzen beliebten Männer Podcasts wie „Beste Freundinnen“ und Co. immer noch nicht (auch wenn ich mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen kann und manche Folgen sind auch wirklich super unterhaltsam!). Dafür habe ich ein paar Frauenpower Podcasts sehr lieben gelernt. Meistens höre ich sie beim Abwaschen, Wäsche falten oder spazieren gehen und sie inspirieren mich immer wieder aufs Neue! Und obwohl diese Podcasts wohl eher für Frauen interessant sind finde ich das auch Männer sich den ein oder andere nützlichen Tipp abholen können (hint,hint: vor Allem in Sachen Dating)

#tewntysomething

Lina Mallon habe ich erst vor Kurzem entdeckt und ich war gleich begeistert und habe mittlerweile wirklich all ihre Folgen durchgehört. Ihre Kolumnen rund um die Themen Dates, Reisen, Sehnsüchte und Selbstliebe fesseln mich jedes Mal aufs Neue und treten immer eine Welle an Gedanken in mir los.

Erwachsenwerden

Diana zur Löwen war tatsächlich eine der ersten Youtuberinnen die ich aktiv verfolgt habe, früher noch um mir die neusten Beauty Tipps abzuholen, heute höre ich ihren Podcast um mich über die Gründer – Szene in Deutschland, Politik und Selbstständigkeit.

generation why

Wer, wie ich, ein großer Soko Leipzig Fan ist, wird sie mit Sicherheit kennen: Nilam Farouq. In ihrem Podcast erzählt die Schauspielerin was in ihrem Leben gerade so los ist, wie ihre Meinung zu aktuellen Themen in der Welt ist und was sie sonst noch so bewegt. Ihre Stimme ist so unfassbar angenehm und ich könnte ihr stundenlang zuhören!

a mindful mess

Madleine ist mein absoluter Woman Crush! Ihren Blog Daria Daria habe ich schon lange verfolgt und auch auf Instagram verfolge ich sie schon seit Ewigkeiten. In ihrem Podcast redet sie über Politik, Nachhaltigkeit, Feminismus und gesellschaftskritische Themen, die gerade in der Welt die Runde machen. Aber sie redet auch mal über Themen, an die sich andere nicht rantrauen würden und äußert ihre Meinung immer sehr offen und ehrlich. Die Folgen sind meistens kurz und knackig, für mich die perfekte Begleitung für den täglichen Abwasch!

Kieler Ecken neu entdecken – Wie Yoga hilft, die innere Ordnung wieder herzustellen

Einatmen – Ausatmen – Einatmen – Ausatmen. Den Atem bewusst warnehmen. Ausbrechen aus dem Alltag, einen Fokus setzen.

Juliane – Als ich nach Kiel zog war das (zweit) Wichtigste für mich, nach der Wohnungssuche natürlich, einen Ort zu finden, an dem ich Yoga üben kann. Ich habe schon vor Jahren angefangen, mich für Yoga zu interessieren und mache es seitdem fast täglich. Hauptsächlich übe ich zuhause, YouTube Videos sind eine tolle und günstige Alternative zu Kursen im Fitnessstudio oder Yogastudio. Trotzdem habe ich immer davon geträumt, einmal die Woche in ein schönes Studio zu gehen, um meine Haltung zu optimieren und mich mit anderen auszutauschen. Nach einer Stunde im Studio fühle ich mich meistens wie ein neuer Mensch, irgendwie freier und natürlich um einiges entspannter.

Swanas Studio war die erste Adresse, die ich in Kiel angesteuert habe und ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Mir ist eine persönliche Stunde mit wenig Teilnehmern wichtig und ich finde nichts schrecklicher als Yogakurse im Fitnessstudio. Die sind meistens unpersönlich, viel zu voll und der Fokus liegt zu sehr auf dem „sportlichem“ Aspekt als auf der bewussten Körperwahrnehmung.

Stella – Bis vor einem halben Jahr habe ich mich noch nicht so richtig mit Yoga beschäftigt. Juliane hat mich motiviert mit zu einer Stunde zu kommen und ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel gibt und Spaß macht. Ich hatte das Gefühl, zum ersten Mal seit langer Zeit so richtig entspannt gewesen zu sein und mich mit mir selbst beschäftigt zu haben.

Neverwaveless – niemals wellenlos – immer in Bewegung – immer bereit für Veränderung. Wie das Meer, wie der Ozean. Manchmal wild, manchmal ganz still.

Der Name von Swanas erstem Studio und ihren Kursen vermittelt diese Botschaft, die sie mit ihrem Yoga verbreiten will ganz gut. Mittlerweile hat sich diese Botschaft rumgesprochen und sie und ihre Kollegin … eröffneten das „YOUR PLACE“ am Blücherplatz. Einen Ort mit viel Wärme, Herzlichkeit, gutem Kaffee, noch besserem Soul Food und einer geballten Ladung Energie.

„Yoga gibt mir unglaublich viel. Man lernt seinen Körper kennen und schafft manchmal Dinge, die man selbst nicht von sich erwartet hätte. Yoga bringt einen manchmal an Grenzen, aber es ist okay. Denn ohne Grenzen wäre Yoga nicht das, was es letztendlich ist. Yoga ist ein Prozess, es hört nie auf und man lernt immer dazu, sei es im Inneren oder nach Außen. Am liebsten mache ich Yoga am Morgen. Man schöpft Energie für den Tag und startet gleich viel ausgeglichener. „

Das besondere am Yoga und am YourPlace ist definitiv die Vielfalt. Vom Bieryoga zum Glühweinyoga oder auch Yogastunden am Strand ist alles dabei. „Ich möchte Yoga ein bisschen revolutionieren, weg von dem zwanghaft spirituellen, hin zum lockeren, bewussten und sportlichem Wohlfühlen.“ Zu entspannter Musik und einer lockeren Atmosphäre fühlt man sich gleich wohl. Doch das Your Place ist nicht nur Yoga, sondern besteht aus vielen Bereichen, die das ganze Paket abdecken, eine gesunde Seele und Physis. Swanas Geschäftspartnerin und Freundin Sophia gibt zum Beispiel Personal Training und Pilates Kurse und bietet zudem auch noch Ernährungsberatung an. Ein Komplettpaket also.

Vom ersten Moment an fasziniert Swana mit ihrer lockeren, positiven und unfassbar energiegeladenen Art. Ich frage mich immer: Wie macht sie das? Wenn alle anderen nach einer Yogastunde vollkommen ausgepowert (aber auch glücklich) nach Hause schleichen, scheint sie immer noch voller Energie zu sein. Ein richtiges Geheimnis hat sie nicht.

„Ich bin ein großer Fan von „von allem etwas“. Ich verbiete mir nichts wenn es ums Essen geht und liebe es, einfach mal mit einer Freundin einen Wein zu trinken oder Kuchen zu essen. Ich nehme natürlich sehr viel Kraft aus meinem Yoga mit in den Alltag. Man kriegt so viel zurück, sowohl vom Yoga, als auch von den Teilnehmern, die immer mit einem Lächeln nach Hause gehen. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich Yoga unterrichte. Und Schlaf, guter Schlaf ist unfassbar wichtig weil der Körper sich erholt und sich einfach wieder regenerieren kann.“

In Zukunft wird sich noch einiges tun im Your Place. Das Angebot variiert und vervielfältigt sich ständig und genau das macht das Your Place so besonders.

Traum von Amsterdam

Wer kennt diese Stadt nicht, zumindest aus Erzählungen. Amsterdam – eine Stadt mit vielen Facetten, man verbindet mit ihr die Grachten, Fahrradfahrer, Coffeeshops, in denen es nicht immer nur Kaffee gibt, Tulpenmärkte, das Haus von Anne Frank und so viel mehr.
Ich war jetzt zum dritten Mal in Amsterdam und ich muss sagen, mich fasziniert die Stadt jedes Mal wieder aufs Neue. Die ganze Atmosphäre ist irgenwie besonders, irgendwie zauberhaft. Ich komme in Amsterdam an und es ist, als würde eine Last von mir abfallen, als würde ich dem Alltag entfliehen und für ein paar Tage in eine andere Welt eintauchen. Die ganze Architektur ist einfach wunderschön und hat einen ganz besonderen Charme.

Auch wenn ich nur drei ganze Tage da war, schafft man in dieser Zeit doch einiges und bekommt, auch wenn man zum ersten Mal da ist, einen guten Überblick.
Ich habe euch hier einen kleinen Guide zusammengestellt, mit Dingen, die ihr unbedingt gesehen/gemacht haben müsst.

Eine Grachten Fahrt: Es klingt zwar sehr touristisch und Klischeehaft, aber eine Fahrt durch Amsterdams Grachten dürft ihr euch nicht entgehen lassen. Man bekommt einen ganz anderen Einblick und die Fahrt hat durchaus romantisches Potenzial.

Das Anne Frank Haus: Ein bisschen Geschichte muss auch sein, wenn man in Amsterdam ist. Meiner Meinung nach, sollte jeder einmal das Haus besucht haben, in dem Anne Frank und ihre Familie sich zur Zeit des Nationalsozialismus versteckt haben. Ich finde, es ist ein wichtiger Teil unserer Geschichte und Schicksale wie das dieser Familie, sollten uns alle etwas angehen.
Das Problem war nur, dass wir unsere Tickets nicht vorher online gebucht haben und so also mit großen Augen vor dem Haus standen und nicht reingekommen sind. Mindestens eine Woche vorher sollte man seine Ticktes auf jeden Fall buchen, wenn man zur Hauptsaison in Amsterdam ist würde ich sogar mehrere Wochen vorher buchen.

De Hallen: Etwas abseits von den klassischen Touristen Attraktionen liegen „De Hallen“. Hier gibt es zum einen ein paar außergewöhnliche Läden die Schmuck, Kleidung, Fahrräder und jeden möglichen Krimskrams anbieten, aber der größere Teil der Hallen bietet Essen aus allen Ländern der Welt. Egal ob Sushi, Burger, Pizza, Bowls mit allen Möglichen Zutaten oder die klassischen holländischen Pommes. Alles wird frisch zubereitet und es riecht so unglaublich lecker, dass man gar nicht anders kann, als Hunger zu kriegen. Die Stimmung an sich ist auch einfach cool, es sind viele junge Leute da, aber auch Familien und Rentner. Ein Mix aus industriell und gemütlich.

Ein Fahrrad mieten: In Amsterdam muss man keine Angst vor den Autos haben, denn davon gibt es in der Stadt fast keine. Dafür aber umso mehr „angry bicyclists“ wie der Vermieter von unserem Hausboot so schön gesagt hat. Und es stimmt. Überall fahren Fahrradfahrer kreuz und quer durch die Stadt, mit Handy in der Hand oder Hund an der Leine, mit Kindern auf dem Gepäckträger oder auch alleine. Die Fahrradkultur ist eine ganz andere, als in Deutschland. Am Bahnhof gibt es massenweise Fahrradständer für die Pendler und jeder ist besetzt. Wir haben es einen Tag gewagt uns ein Rad zu mieten, um uns auch ein bisschen zu fühlen wie die locals. Nach kleinen Startschwierigkeiten hat es auch besser geklappt als gedacht, es hat sogar richtig viel Spaß gemacht mit unserem Hollandrad durch die Straßen zu cruisen. Gut, ab und an wurden wir angepöbelt, als wir an einer roten Ampel tatsächlich ganz deutsch angehalten haben, aber trotzdem, das Gefühl war da.
Kleiner Tipp: Viele Fahrradverleihe wollen pro Rad 150 Euro Kaution, wir waren dann bei dem Laden „Bike is ready“, wo wir 50 Euro Kaution für 3 Räder bezahlt haben und das Rad sogar erst am nächsten Tag wieder abgeben mussten.

Einfach durch die Stadt bummeln: Wenn ihr gerade mal eine kleine Pause im Programm habt, oder nicht genau wisst, was ihr machen sollt, empfehle ich, einfach mal ganz planlos durch die Stadt zu bummeln. Gerade bei gutem Wetter ist das einfach herrlich, man kann sich an eine Gracht setzten und dem Treiben der Leute zuschauen, einen Platz in einem Café finden oder auch kleine, niedliche Läden entdecken, die außergewöhnliche Sachen verkaufen. Ich gehe viel lieber in solchen Läden einkaufen, als in großen Ketten, auch wenn man sich dann natürlich nicht ganz so viel leisten kann, aber die Sachen sind viel individueller und oftmals kriegt man eine nette Beratung von den Verkäuferinnen, die meiner Meinung nach fast immer so schön und stylisch aussehen, dass man sich wünscht, so zu sein wie sie.

Pancakes essen: Wenn man in Holland ist, kommt um die legendären Pancakes nicht drum rum. Es gibt sie entweder in groß, dann sind es aber eher richtige Pfannkuchen und dann gibt es noch die kleinen, wie man sie auch aus Amerikanischen Filmen kennt. Wir waren bei „Madam Pancake“ in der Altstadt und es war einfach nur lecker! Alles wurde komplett frisch zubereitet, der Kaffee war super und die Pancakes waren ein Traum.

Liebes Südafrika, Liebes Kapstadt

Es liegt schon wieder ein paar Wochen zurück, aber meine Gedanken hängen immer noch irgendwo zwischen Atlantik, Indischem Ozean und Afrika. Irgendwas hast du mit mir gemacht, nur was weiß ich nicht genau. Wie schreibt man einen Text, einen Bericht, über ein Land, von dem man selbst noch vollkommen überfordert ist. Von dem man nicht weiß, was man darüber halten soll. Armut, Reichtum, Schönheit, Wüste. Südafrika ist ein Land mit vielen Gesichtern und das macht es umso schwerer das Ganze auf Papier zu bringen.

Südafrika, und vor allem Kapstadt haben ein paar Gedanken in mir ausgelöst, die ich hier gern mit euch teilen möchte. Zum einen Gegensätze, Unterschiede in der Gesellschaft und wie verschieden und doch so gleich Menschen sein können. Wie wenig man zum Leben und zum Glücklichsein eigentlich braucht. Mir ist auf der einen Seite bewusst geworden, wie gut ich es habe. Wie selbstverständlich Manches für mich ist. Sei es der Kaffee vom Bäcker am Morgen, das fließende Wasser aus dem Hahn, die warme Dusche am Abend. Das Privileg quasi umsonst studieren zu können.

„There is no hurry in South Africa.“ Dieses Motto setzen die Südafrikaner ohne Frage in die Tat um. Sei es in den Restaurant, im Straßenverkehr oder in den Geschäften. Alles scheint entspannter und ohne unnötigen Druck zu funktionieren. Ich habe mich in den 2 Wochen oft gefragt, warum wir uns hier in Europa so unfassbar viel Stress machen. Unnötigen Stress, vermeidbaren Stress. Als ich einen Uberfahrer fragte, warum denn alle so entspannt sind antwortete er nur „Was läuft uns denn weg? Wer hetzt uns?“ Zuerst dachte ich: Andere Menschen, der Alltag, das Leben, DIE ZEIT? All das läuft doch so schnell. Alles vergeht, kein Moment kommt wieder. Aber im gleichen Moment merkte ich, dass diese Gedanken nur noch mehr Druck in mir aufbauen – mich stressen. Und genau das ist es doch was ich eigentlich vermeiden wollte.

Ich habe in den 2 Wochen Südafrika gelernt, über manche Dinge mehr zu reden, und über andere Dinge eher weniger. Mir in manchen Situationen den Druck zu nehmen und alles etwas entspannter zu sehen. Irgendwie wird schon alles. Sei es im Restaurant, bei der Arbeit, im Studium. Das Essen wird schon irgendwann kommen, die Note ist nur eine Note, der harte Arbeitstag geht auch irgendwann vorbei. Alles ist absehbar. Und man selbst hat die Kraft all das zu ändern, was einen stört. Also. „There is no hurry..!“

Ein Guide zum Geldloswerden – Kapstadt Edition

First Things First: Kaffee. Eigentlich ist es fast unmöglich in einen schlechten Kaffee in Kapsatdt zu trinken. Ziemlich gut, ziemlich günstig und immer im schönen Ambiente. Kaffeeröstereien tummeln sich hier und ein Must Try ist auch der sogenannte „Red Capuccino“ – Roibischtee mit Milchschaum. Sieht aus wie ein Cappuccino – ist aber keiner. Und schmeckt vor allem auch nicht so. 

Ansonsten kriegt man alles, was das Kaffeeherz begehrt. Flat White, Latte, Americano und natürlich auch an jeder Ecke die beliebten Pseudo Lattes (Kurkuma, Rote Beete, Matcha..). 

Places to go: 

Truth Coffee Roasters 

Shift Coffee Roasters

Deacaff Coffee Roastery Woodstock

Food Food Food! Was das Essen angeht ist es eigentlich genauso unmöglich ein schlechtes Restaurant zu finden. Günstig und gut essen, das ist leichter als gedacht. Es gibt viele Restaurant Ketten welche es aber nur in Cape Town selber gibt und trotzdem Wert auf Qualität und Regionalität legen. Meistens kann man dort sowohl super gut Frühstücken als auch Mittag und Abendessen. 

Places to go: 

Hudsons Burger Joint – kein Frühstück, dafür super Burger, Tacos, Salate und Wraps  – und Bier

Yours Truly – Ist es eine Bar? Ist es ein Café? man weißt es nicht, aber es ist auf jeden Fall ein super gemütlicher Ort, mit vielen Menschen und mega gutem Essen.

Bootlegger – Acai Bowl, Porridge, Müsli, Eggs Bededict, Avocado Toast. Das Frühstücksherz schlägt höher, wenn man sich die Karte des „Bootlegger“ ansieht. Aber auch Abends kann man hier Buddah Bowls, Salate, Wraps und Burger bekommen!

New York Bagels – Mein absolutes Highlight. Bagels wie in New York. Die Erwartungen waren hoch, ich wurde nicht enttäuscht. Das Ambiente ist super schön, der Kaffee wird in Le Cruset Tassen serviert und die hausgemachten Bagel und Croissants auf Emallie Tellern. Wir waren hier 2 mal, ich hatte einen „Everything Bagel“ mit Avocado und einen Sesam Bagel mit Frischkäse, Lachs, Tomate und Avocado. Dann gab es auch noch ein Schokocroissant (auch sehr zu empfehlen) und frisch gepressten Orangensaft. 

Nourish’d – Ein Großstadt Café wie es im Buche steht. Alles vegan und bio, könnte auch auf Bali sein. Smoothiebowls, Säfte, Avocado und Mandelmus Toasts, Porridge, Salate und Wraps. Dazu ein Ingwer Shot und einen Red Capuccino. Und danach am besten zum Pilates. 

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Unframed Ice Cream – Bei 28 Grad ist Eiscreme nicht gerade die schlechteste Idee. Vor allem wenn sie in so abgefahrenden Sorten wie „Kurkuma Latte“ „Schokolade Sesam“ oder „Rotebeete Schoko“ kommt. Ich war von allen begeistert aber am meisten hat mich das Vanilleeis begeistert! Ich bin eigentlich kein Fan von purem Vanilleeis, aber das hat meine Meinung wirklich geändert! Viele Sorten sind auch vegan und alles ist natürlich handgemacht. 

Jason Bakery – eine Bäckerein wie sie im Buche steht, kommt fast an deutsche Standards ran und man muss morgens eine ganze Weile anstehen bis man an die hochgelobten Croissants kommt.

Shopping – ich bin gut im Geld ausgeben, war ich schon immer, werde ich immer sein. Wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, dann fällt es mir sehr schwer es stehen zu lassen. Gefährlich für den Geldbeutel in einer Stadt wie Kapstadt. Manchmal muss man die schönen Läden suchen und manchmal tauchen sie wie aus dem Nichts plötzlich an den merkwürdigsten Ecken auf. Kleidung von lokalen Designern, Schmuck und Taschen soweit das Auge reicht.

The Old Biscuit Mill – Eine alte Keksfabrik die vor einigen Jahren renoviert und umgebaut wurde. Viele kleine Läden und Cafés von Lokalen Designern und super leckerem Kaffee. Lohnt sich vor allem Samstags, dann ist dort nämlich immer Markt und es gibt noch mehr zu entdecken!

Woodstock – Nach einem Besuch der alten Keksfabrik solltet ihr das Viertel noch nicht verlassen, es gibt noch super viel zu entdecken! Woodstock ist ein bisschen mit Berlin Kreuzberg oder der Sternschanze in Hamburg zu vergleichen, nur noch etwas ausgeflippter. Unverpackt Läden, Cafés, Möbelläden, Antiquariate. Hier tummelt sich alles was das Hipsterherz begehrt.

Watershed an der Waterfront – Etwas teuer dafür findet man hier nur lokale Designer und man kann super Souvenirs shoppen, vor allem für Freunde und Familie findet hier mit Sicherheit jeder etwas.

Muizenberg – Etwas außerhalb von Kapstadt liegt der wunderschöne Strandort Muizenberg. Hier tummeln sich die Surfer und Urlauber, und es gibt super schöne kleine Läden an der Promenade in denen man günstig Badebekleidung und coolen Schmuck und anderen Kleinkram kaufen kann.

Winterzeit ist Mantelzeit

An manchen Tagen möchte ich schick aussehen, an anderen eher cool, wenn ich meine Großeltern besuche und wieder Omas kleines Mädchen bin etwas süßer und dann gibt es noch die Tage, an denen mir alles egal ist und ich den ganzen Tag die Jogginghose nicht ausziehe.
Manchmal finde ich es schwierig, wenn man seinen Stil hat bzw. dabei ist, ihn zu finden und irgendwie so viel gleichzeitig sein möchte. Zu Weihnachten habe ich zum Beispiel eine super schöne Lederjacke bekommen (der Post kommt dann, wenn es wieder etwas wärmer wird), und als ich in Hamburg shoppen war, habe ich einen Mantel entdeckt, in den ich mich sofort verliebt habe. Dann kommen natürlich zuerst die Gedanken auf: Brauche ich den? Er ist zwar wunderschön, aber habe ich jetzt das Geld übrig? Eigentlich wollte ich doch sparen..

Gut, letztlich muss ich gestehen, dass meistens das „Er ist aber so wunderschön“ Argument gewinnt. So war es auch jetzt, ich habe mein neues Lieblingsteil für den Winter gefunden. Zusammen mit meinen DrMartens und meiner Tasche fühle ich mich, als würde ich jeden Moment nach Paris fahren um dort die Modewelt zu erobern.



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